„Mord am Sonntag“ 18.10.2014

Fernsehtipp: „Mord am Sonntag“ am Samstag, 18.10.2014, um 20:15 Uhr im SWR-Fernsehen

Der „Tatort“ ist die am längsten laufende Sendereihe im deutschen Fernsehen. Die erfolgreichste obendrein. Seit der ersten Sendung „Taxi nach Leipzig“ von 1970 wurden bis September 2014 über 930 Folgen der Sendereihe produziert und in der ARD ausgestrahlt. Fast ein Fünftel davon stammt vom SWR (bzw. seinen Vorgängern SWF & SDR).

Der Südwesten – heute mit drei Ermittlerteams in der ARD vertreten – ist von Anfang an dabei. Er hat 1978 mit „Rot … rot … tot“ und Curd Jürgens in der Hauptrolle, den erfolgreichsten Tatort aller Zeiten produziert: 26,5 Millionen Zuschauer, was sensationellen 65 Prozent Marktanteilen entspricht, sahen den Straßenfeger. Ein Rekord für die Ewigkeit. Aus dem Südwesten kommt mit Lena Odenthal, seit 1989 gespielt von Ulrike Folkerts, auch die dienstälteste Ermittlerin (60 Fälle seit 1989).

Sie und ihre Stuttgarter und Konstanzer Kollegen Lannert & Bootz (Richy Müller, Felix Klare) sowie Blum & Perlmann (Eva Mattes, Sebastian Bezzel) erzählen in „Mord am Sonntag“ von der Faszination, jeden Sonntag wieder in deutschen Wohnzimmern in nur 90 Minuten die Ordnung wiederherzustellen. Eine Lebensaufgabe.

„Mord am Sonntag“ ist auch eine Geschichtsstunde. Gab es doch auch in Deutschland Zeiten, als Telefone noch Schnüre hatten und Frauen keine Kommissare sein durften: Nicole Heesters war als Mainzer Kommissarin Buchmüller 1978 die erste Frau, die jemals in einem Tatort ermittelte. Ein Skandal! Nach nur drei Folgen wurde ihre Kommissarin Buchmüller abgesetzt.

Die letzte Folge „Der gelbe Unterrock“ wurde nie wiederholt und galt als eine der schlechtesten Tatort-Folgen aller Zeiten.
Der schlechteste oder der populärste Tatort; der langsamste Kommissar; sowie die schönsten Leichen und die schönste Liebesszene; aber auch was im Tatort verboten ist; all das enthält die Sendung „Mord am Sonntag – Die Tatort Kommissare im Südwesten“.

Filmautor Andreas Ammer, Gewinner des Deutschen Fernsehpreises, sprach mit den Tatort-Machern vor und hinter der Kamera.


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