Lichtverschmutzung: Neues Infoblatt zu insektenfreundlichen Außenbeleuchtungen

24.5.2019 Landkreis Ostallgäu. Auch in ländlichen Räumen überlagert vielerorts Kunstlicht den natürlichen Nachthimmel mit Mond und Sternen. Das schadet Insekten.

Die künstliche Beleuchtung unserer Landschaft nimmt stetig zu. Dabei bringt künstliches Licht viele Lebensfunktionen von Lebensgemeinschaften und Arten durcheinander. Vor allem unter den nachtaktiven Arten kommt es daher zu Verlusten. Nun veröffentlicht das Landratsamt Ostallgäu ein Infoblatt, das die wichtigsten Punkte zum Schutz nachtaktiver Insekten enthält.

Sogar in ländlichen Räumen überlagert vielerorts Kunstlicht den natürlichen Nachthimmel mit Mond und Sternen. Dabei bringt künstliches Licht viele Lebensfunktionen von Lebensgemeinschaften und Arten durcheinander. Der Tag-Nacht-Zyklus regelt die Ruhe- und Aktivitätsphasen von Lebewesen. Die im Jahresgang wechselnde Länge des Tageslichts spielt eine Schlüsselrolle bei der Überwinterung vieler Arten und bei deren Fortpflanzung. Zahlreiche Arten sind nur im Dunkeln aktiv.

Über 80 Prozent der heimischen Schmetterlinge sind nachtaktiv

Viele Insektenarten sind auf den natürlichen Hell-Dunkel-Rhythmus angewiesen. Vor allem unter den nachtaktiven Arten kommt es daher zu großen direkten und indirekten Verlusten. Da Kunstlicht Insekten über Entfernungen von bis zu 700 Meter anlocken kann, hat die Lichtverschmutzung ein erhebliches Potenzial, vor allem den Bestand nachtaktiver Arten zu gefährden.

Worauf bei Außenbeleuchtungen zu achten ist

LED-Lampen in der Lichtfarbe „warmweiß“ stellen die umweltverträglichste Form der künstlichen Beleuchtung dar. Neben der Wahl geeigneter Leuchtmitteln gilt es, wo immer möglich, die Beleuchtung abzuschalten oder ganz darauf zu verzichten, Streulicht zu vermeiden sowie Leuchtdauer und Lichtintensität auf das nötige Maß zu begrenzen. Konkret können die negativen Auswirkungen über die Reduzierung der Lichtpunkthöhe, gezielte Lichtlenkung, geschlossene Gehäuse und geringe Oberflächentemperatur sowie den Verzicht auf Bodeneinbaustrahler und Skybeamer verringert werden.

Das Infoblatt zur insektenfreundlichen Beleuchtung kann hier heruntergeladen werden.


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