Buchsbäume jetzt auf Krankheit untersuchen

28.10.2014 Landkreis uNterallgäu. Er steht für Liebe und Treue über den Tod hinaus, für ewiges Leben und für das Jenseits. Deshalb war und ist der Buchs eine klassische Friedhofspflanze.

Und jetzt das: Gerade das Symbol für die Ewigkeit ist derzeit bedroht, wie der Unterallgäuer Kreisfachberater für Gartenbau und Landespflege, Markus Orf, sagt. An mehreren Stellen im Landkreis seien in den vergangenen Wochen stark geschädigte Pflanzen aufgefallen. Ein genauerer Blick ergab: Das so genannte Buchsbaumsterben, eine Pilzerkrankung, ist im Unterallgäu angekommen.

Wichtigste Symptome sind laut Orf die meist dunkelbraunen, zum Rand hin dunkler gefärbten Flecken auf den Blättern. Mit fortschreitendem Krankheitsverlauf werden die Flecken rasch größer und erfassen schließlich das ganze Blatt oder den ganzen Trieb. An befallenen Trieben sind dunkle, fast schwarze Streifen erkennbar. Letztlich fallen die Blätter ab, die Triebe oder gar die ganze Pflanze sterben ab. Zudem wächst auf den Blattunterseiten bei Feuchtigkeit ein weißer Pilzbelag. „Das Fatale daran ist, dass die Sporen an totem Buchs und am Boden mehrere Jahre keimfähig bleiben“, sagt der Kreisfachberater. Er empfiehlt deshalb, Buchspflanzen etwa jetzt bei der Grabpflege zu kontrollieren und sie bei beginnendem Befall ins gesunde Holz zurückzuschneiden.

„Befallene Pflanzenteile sollten auch sorgfältig vom Boden entfernt und über die Restmülltonne entsorgt werden“, sagt Orf. „Auf den Kompost oder in den Biomüll gehören sie auf keinen Fall.“ Wer ganz sicher gehen wolle, könne auch die oberste Bodenschicht austauschen.

Wie aber lässt sich dem Befall vorbeugen? Dies ist laut dem Kreisfachberater schwierig. Bei Buchs sei es wichtig, Staunässe so gut wie möglich zu meiden. „Deshalb sollte man bei der Pflanzung windoffene, sonnige Lagen bevorzugen und bei zusätzlicher Bewässerung darauf achten, direkt an der Wurzel und nicht über das Laub zu gießen.“


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