Amerikanische Faulbrut bei Bienen im Landkreis Lindau festgestellt

18.9.2019 Lindau (Bodensee) – Am 12. September 2019 wurde bei einem Bienenvolk in Scheidegg, Ortsteil Rickenbach, Amerikanische oder auch Bösartige Faulbrut amtlich festgestellt.

Es handelt sich dabei um eine anzeigepflichtige Tierseuche der Bienen. Der Erreger ist ein sporenbildendes Bakterium und damit sehr widerstandsfähig sowie nahezu unbegrenzt ansteckungsfähig. Das Bakterium befällt ausschließlich die Brut der Honigbiene und ist für Menschen harmlos, Honig kann bedenkenlos verzehrt werden.

Per Allgemeinverfügung vom 16. September 2019 wurde ein Sperrgebiet im Radius von zwei Kilometern um den Ausbruchsbestand festgelegt. Bienenstände im Sperrgebiet unterliegen der behördlichen Beobachtung und dürfen nicht mehr versetzt werden.

Waben oder Wabenteile, Wabenabfälle, Wachs, Honig, Futtervorräte, Bienenwohnungen und benutzte Gerätschaften dürfen nicht aus den Bienenständen im Sperrgebiet entfernt werden.

Das Veterinäramt wird sich in den nächsten Tagen mit den gemeldeten Imkern im Sperrgebiet in Verbindung setzen, um deren Völker zu untersuchen. Beim Veterinäramt nicht gemeldete Imker sollten dies unter Angabe ihrer Kontaktdaten und Standorte der Völker unverzüglich nachholen. Kontaktdaten des Veterinäramts: E-Mail: veterinaeramt@landkreis-lindau.de oder Telefon: 08382 270-502.

Bereits im Verdachtsfall der Amerikanische Faulbrut muss eine Meldung an den Amtstierarzt gemacht werden. Dieser leitet dann die gesetzlich geregelte, staatliche Seuchenbekämpfung ein.

Info:

Eine Verbreitung ist durch die Bienen selbst oder den Imker (z. B. Zukauf von Völkern ohne vorherige Gesundheitsuntersuchung oder Verwendung von Bienenkästen und Waben unbekannter Herkunft ohne vorherige Desinfektion) möglich.

Betroffene Brutzellen weisen eine veränderte Zellverdeckelung auf. Sie sind eingesunken, rissig oder durchlöchert. Die Farbe ist dunkler. Die Larve ist in sich zusammengesackt und milchig-kaffeebraun verfärbt und weist fadenziehenden Schleim auf. Länger abgestorbene Brut trocknet zu schwarzbraun gefärbten zähen und gummiartigen „Schorfen“ ein.

Weitere Informationen zur Amerikanischen Faulbrut finden Sie auch unter: https://www.lwg.bayern.de/bienen/krankheiten/084048/index.php


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